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Retrofitmaßnahmen bei Müllverbrennungsanlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz rentabel?

Ein Großteil der bestehenden Müllverbrennungs- bzw. Kehrrichtverbrennungsanlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde vor 1990 errichtet, so dass viele dieser Anlagen oder ihrer Komponenten nicht mehr dem heutigen Stand der Technik entsprechen. Dies gilt insbesondere für die Energieeffizienz. Retrofitmaßnahmen können den Wirkungsgrad dieser Anlagen erhöhen und erzeugen so eine Mehrleistung sowohl auf der Seite der Abfallverbrennung als auch auf der Seite der Energieerzeugung ohne zusätzlichen Brennstoffeinsatz bzw. Ausstoß schädlicher Emissionen. Doch wann – und für welche Bauteile – lohnt sich Retrofit? Für eine Nachrüstung z. B. zur besseren Abwärmenutzung muss eine entsprechende Infrastruktur vorhanden sein. An vielen Standorten sind jedoch Wärmeabnehmer nicht in der unmittelbaren Nähe der Verbrennungsanlagen angesiedelt. Mittlerweile wird die Energieeffizienz einer Anlage immer bedeutender – sowohl durch den R-1-Faktor der EU-Abfallrahmenrichtlinie als auch bei Ausschreibungen der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger werden Energieeffizienz und Klimafreundlichkeit häufiger als ein Vergabekriterium genannt. Die anstehende Novelle der 17. BImSchV wird überdies in Deutschland neue Anforderungen an die Rauchgasreinigung stellen.

Viele Anlagenbetreiber stehen vor der Herausforderung, ihre Anlagen durch einen effizienten Betrieb zu optimieren. In diesem Zusammenhang stellt sich für Betreiber von Abfall-/ Kehrichtverbrennungsanlagen die Frage, welche Vor- oder Nachteile die Durchführung von Retrofit vor dem Hintergrund derzeit niedriger Verbrennungspreise gegenüber einer weiteren Nutzung der Anlage in der bestehenden Form bietet.

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Investitionen in polnischen Kraftwerkspark und Netzinfrastruktur notwendig

Die polnische Wirtschaft – und somit auch der Energieverbrauch – wächst seit Jahren kontinuierlich: In der aktuell erstellten Studie „Energiewende in Polen: Entwicklung der Netzstruktur und Erzeugungskapazitäten“ von trend:research gab in der Befragung über die Hälfte der Experten an, dass der Stromverbrauch zunehmen wird und wie bisher nur knapp durch die bestehenden Kapazitäten gedeckt werden kann. Der weitere Anstieg der Energienachfrage führt nach Ansicht der Experten bereits im Jahr 2016 zu einer Stromlücke.

Eine weitere Herausforderung für den polnischen Erzeugungsmarkt ist die Altersstruktur des Kraftwerksparks: Insgesamt 70 Prozent der Kohlekraftwerke sind als „veraltet und ineffizient“ zu bezeichnen. Während die gängige Lebensdauer von Kohlekraftwerken 35 bis 40 Jahre beträgt, sind in Polen bereits 23 Prozent vor mehr als 40 Jahren in Betrieb gegangen. Diese Kraftwerke müssen – so sehen EU-Auflagen es vor – allmählich stillgelegt werden, wodurch das Land Alternativen zur kohlebasierten Erzeugungsstruktur suchen muss.

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