Der Markt für Schlacken, Aschen und Filterstäube aus der Abfallverbrennung bis 2030 (3. überarbeitete Auflage) (Geplant)

Marktentwicklung, Wettbewerb, Trends, Chancen und Risiken

Studiennummer: 23-1361-3 Studienbereich:Energetische VerwertungAbfallwirtschaft allgemeinStudienart: PotenzialstudieSeitenzahl:ca. 450 SeitenErscheinungsdatum:- Geplant -Preis: 4.900,00 €
Broschüre:
 
Einführung

Der beinahe 15-jährige Aufschub einer neuen Mantelverordnung wird aktuell als Anlass für eine neue Debatte über die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft in den Bereichen Mineralik und Ersatzbaustoffe genommen.

Insbesondere die steigenden Rückstände an Schlacken aus der (Mit)verbrennung führen dazu, die Recyclingfähigkeit und Verwertung dieser Abfallfraktionen vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit und der Wirtschaftlichkeit zu bewerten.

Aus Sicht der Kreislaufwirtschaft sind im Durchschnitt in ungefähr 111?000 Tonnen Rohschlacke etwa 10 % an wertvollen Rohstoffen wie Metalle (Eisen, Aluminium, Kupfer, etc.) und Glas sowie Stoffe, die u. a. als Zuschlagmaterial im Straßenbau oder als Basis für die Herstellung von Farben eingesetzt werden, enthalten. Insgesamt wurden 2019 aus etwa 5,6 Mio. Tonnen Frischschlacke rund 480?000 Tonnen Metalle gewonnen.

Die unterschiedlich eingesetzten Verbrennungs-, Rauchgasreinigungs- und Entschlackungstechnologien (u.a. Dry-Mining, Nassgranulation) in den Abfallverbrennungsanlagen erzeugen verschiedene Zusammensetzungen und Qualitäten der Schlacken, Aschen und Filterstäube. Die Verwendung von MVA-Schlacken im Wegebau stößt v. a. aus kommunaler Sicht auf erhebliche Bedenken, sofern Schwermetallrückständen oder Reststoffanteile (u.a. nicht ausgebrannter Müll) in der Rostasche enthalten sind.

Aufgrund der hohen Sekundärrohstoffpreise insbesondere für Metalle investieren Betreiber, Verwerter, Entsorger (u.a. in Wuppertal) in eigene Schlackenaufbereitungsanlagen sowie Forschungseinrichtungen in neue Technologieverfahren (u.a. Fraunhofer UMSICHT NuKoS-Projekt). In Deutschland existieren mehr als 40 solcher Aufbereitungsanlagen, mit denen auch CO2-Äquivalente eingespart und der eigene Energieverbrauch reduziert werden können.

Filterstäube (sogenannter Weichschrott) werden zum überwiegenden Teil als Versatzmaterial in Bergwerken verwertet, vereinzelt in Deponien beseitigt oder im Fall von Hüttensand in der Zementherstellung eingesetzt. Herausforderungen bestehen darin, durch Verfahren wie beispielsweise der Vakuumdestillation Oxidationsprozesse zu unterbinden und die gewonnenen Ressourcen in Rohstoffkreislaufe zurückzuführen.

Die Studie stellt die verschiedenen Entsorgungsoptionen für Restabfälle aus Abfall(mit)verbrennungsanlagen strukturiert dar. Zudem zeigt sie, welche Chancen und Potenziale sich für die Anlagenbetreiber, Hersteller von Aufbereitungsanlagen und Entsorger dieser Abfälle ergeben können. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund des Kohleausstiegs (u.a. Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde) und den daraus resultierenden Folgen für den Markt von großer Bedeutung. Darüber hinaus beantwortet die Neuauflage folgende Fragestellungen:

  • Welche Folgen ergeben sich aus Veränderungen der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen (u. a. erste Ausschreibungsrunde zum Kohleausstieg, BEHG) für den Markt?
  • Welche Entsorgungswege der Abfälle aus Abfallverbrennungsanlagen werden aktuell und in den nächsten Jahren genutzt?
  • Welche Kosten fallen für die Entsorgungswege an und wie werden sich die Preise bis 2030 entwickeln?
  • Welche Investitionen sind aktuell und in den nächsten Jahren zu erwarten?
  • Welche Wettbewerber sind am Markt tätig, und wie sehen die Wettbewerbsstrukturen aus?
  • Wie groß ist das Marktvolumen in den Teilmärkten der Schlackenverwertung und der Entsorgung von Filterstäuben?
Ziele und Nutzen

Die Studie liefert fundierte Informationen darüber, ob und ggf. wie sich vor dem Hintergrund steigender Sekundärrohstoffpreise auf dem Weltmarkt die Aufbereitung von Schlacken und Aschen bzw. die Konditionierung von Filterstäuben aus der Rauchgasreinigung rechnet. Dabei werden wichtige Fragen geklärt, die bei der Verwertung von Aschen, Schlacken und Filterstäuben aus Abfallverbrennungsanlagen zu stellen sind. Die Kostenstruktur der verschiedenen Entsorgungsmöglichkeiten soll verglichen sowie Vor- und Nachteile, die sich bei der stofflichen Verwertung ergeben, aufgezeigt werden. Ausgehend von der aktuellen Situation und den zu erwartenden Entwicklungen (z. B. hinsichtlich des Optimierungspotenzials) liefert die Studie Einschätzungen zu Chancen und Risiken. Auf Basis einer umfangreichen Befragung und transparenter Analyse der aktuellen Trends und der erwarteten Entwicklungen im Markt werden Marktszenarien entwickelt, die strategische und operative Entscheidungen unterstützen.

Methodik

waste:research setzt verschiedene Field- und Desk-Research-Methoden ein. Neben umfangreichen Intra- und Internet-Datenbank-Analysen (inkl. Zeitschriften, Publikationen, Konferenzen, Geschäftsberichten usw.) fließen in die Potenzialstudie strukturierte Interviews mit folgenden Zielgruppen ein:

  • Anlagenbetreiber von Abfallverbrennungsanlagen
  • Hersteller von Aufbereitungs- und Rauchgasreinigungsanlagen
  • Betreiber von Aufbereitungsanlagen
  • Verwerter von Produkten aus Schlacken
  • (öffentlich-rechtliche und privat-rechtliche) Entscheidungsträger aus der Entsorgungswirtschaft
  • Abnehmer von Filterstäuben
  • Weitere Experten (Behörden, Verbände, etc.)

Die Auswertung der Ergebnisse aus Field- und Desk-Research führt zu abgesicherten Aussagen über Märkte, Trends, technische Möglichkeiten, Wettbewerb und Handlungsoptionen der Aschen-, Schlacken- und Filterstaubentsorgung. Mit Hilfe der multivarianten Trend-Impact-Analyse™ werden Daten und Informationen quantifiziert und in einer wissensbasierten Datenbank konzentriert. Daraus werden u. a. Szenarien gebildet und entsprechende Prognosen generiert.

Zielgruppe

Mit Hilfe dieser Potenzialstudie können sich Betreiber von Abfallverbrennungsanlagen einen Überblick darüber verschaffen, welche Handlungsoptionen es für sie gibt, ggf. strategische Veränderungen in der Entsorgung ihrer Schlacken, Aschen und Filterrückstände vorzunehmen. Für Hersteller von Aufbereitungsanlagen werden die Marktpotenziale für ihre Anlagen auf dem deutschen Markt aufgezeigt, z. B. im Rahmen von Retrofit-Maßnahmen und Revisionen. Betreiber von Entsorgungseinrichtungen erhalten Informationen über Akquisepotenziale und mögliche konkurrierende Stoffströme. Der Nutzen ergibt sich für Geschäftsführung, Strategie-, Unternehmens- und Konzernplanung sowie für Marketing und Vertrieb. Des Weiteren können Interessenverbände diese Studie als Empfehlungsgrundlage für Ihre Mitglieder verwenden.

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