Klärschlammentsorgung 2030 (5. Auflage) (In Bearbeitung)

Aktueller Stand der Projekte zum Bau von Monoverbrennungsanlagen, Kapazitätenprognose (Szenarien unter Berücksichtigung der „Coronakrise“)

Studiennummer: 23-1311-5 Studienbereich:Abfallwirtschaft allgemeinStudienart: PotenzialstudieSeitenzahl:ca. 400 SeitenErscheinungsdatum:Juli 2020Preis: 4.900,00 €
Broschüre:
 
Einführung

Der zeitnahe Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Klärschlammverbringung durch die festgelegten Phospor-Rückgewinnungspflichten stellen sowohl Betreiber von Kläranlagen als auch von Verwertungsanlagen vor erhebliche Herausforderungen. Weiter steigende Entsorgungspreise und größtenteils kurze Vertragslaufzeiten, die absehbare Abschaltung der fossil gefeuerten Kraftwerke und den damit immer knapper werdenden Mitverbrennungskapazitäten sowie die gesteigerten Aktivitäten zur Realisierung alternativer (thermischer) Klärschlammentsorgungswege setzen die Marktakteure unter Handlungsdruck.

Entsprechende Reaktionen – auch infolge rechtlicher Bestimmungen (u.a. LAGA-Vollzugshilfe) – werden neben den stark betroffenen norddeutschen Bundesländern auch deutschlandweit beobachtetet, indem zur Errichtung von Monoverbrennungsanlagen Anlagenbetreiber mit Abwasser-Dienstleistern Kooperationen eingehen und kommunale Zweckverbände gründen. Dadurch entstehen teils überregionale Einzugsgebiete mit erwartbarer Sogwirkung von Klärschlammbezügen aus/in bestimmte Bundesländer. Die Folge ist, dass sich ein Planungsboom für Monoverbrennungsanlagen herausgebildet hat, der der Problematik von krisenbedingten Verzögerungen und möglichen Überkapazitäten ausgesetzt ist. Aktuell führen Corona-bedingte Verschiebungen u.a. von Beteiligungsverfahren zu baulichen Verzögerungen und damit zu einer weiter angespannten Entsorgungssituation in Teilen Deutschlands. Verwertungsalternativen, wie beispielsweise die Kombination aus Klärschlammtrocknung, Pelletpressung und Fernwärmeverfeuerung zur Reduktion von CO2-Emissionen sind erfolgsversprechend, aber stärker von den technischen und logistischen Vorausetzung am jeweiligen Standort abhängig.

Die Studie „Klärschlammentsorgung 2030 (5. Auflage)“ bietet auf Basis der Vorauflage einen aktualisierten Überblick über die aktuellen Planungen von Monoverbrennungsanlagen sowie die detaillierte Darstellung und Entwicklung potenzieller alternativer Entsorgungswege. Auf der Basis der Veränderungen bei Aufkommen und (Mitverbrennungs) Kapazitäten werden die regionalen Märkte der Bundesländer dargestellt und auf die jeweiligen Über- und Unterkapazitäten überprüft. Ausgehend von diesen Entwicklungen werden in der Studie zudem:

  • Aktuelle und geplante gesetzliche Vorgaben hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Entsorgungswege (u.a. AbfKlärV, Novellierung der Düngeverordnung (DüV), Düngemittelverordnung (DüMV), Kohleausstiegsgesetz) analysiert
  • Aufkommen und Entsorgungswege von Klärschlämmen in Deutschland sowie bundeslandspezifische bzw. regionale Entwicklungen (u.a. durch den Einfluss von der Corona-Krise) aufgezeigt
  • In der Entwicklung fortgeschrittene und technologisch skalierbare Verfahren in den Bereichen thermische Verwertung und Phosphorrecycling vorgestellt sowie deren weitere Erfolgsaussichten dargestellt
  • Entwicklung der Verwertungswege bis 2030 in mehreren Szenarien (auch unter Berücksichtigung von Corona-Krise) prognostiziert
  • Strategieoptionen für Betreiber von Kläranlagen und Verwerter von Klärschlämmen infolge erwarteter Sogwirkungen beschrieben und bewertet
Ziele und Nutzen

Die Studie gibt Antworten auf wichtige Fragen, die im Zuge aktueller rechtlicher aber auch veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen (infolge der Corona-Krise) bei der Entsorgung und der Verwertung von Klärschlämmen auftreten. Sie vergleicht die Kostenstruktur der verschiedenen Entsorgungsmöglichkeiten und analysiert Vor- und Nachteile der Handlungsoptionen für Erzeuger und Verwerter von Klärschlämmen, die sich im Zuge der Aufbereitung, des Transportes und der Verwertung energetischer wie stofflicher Art ergeben.

Ausgehend von der aktuellen Situation der Klärschlammentsorgung in den Bundesländern und den zu erwartenden Entwicklungen liefert die Studie Strategieoptionen, Einschätzungen zu Chancen und Risiken sowie zu Trends unter Berücksichtigung der Auswirkungen durch die Corona-Krise. Die Analyse erfolgt durch eine konkrete Darstellung von Mengen, deren Verschiebungen und Kapazitäten sowie Kosten. Basierend auf diesen Einschätzungen wird aufgezeigt, wo die Marktteilnehmer ansetzen können, um sich kostengünstiger bzw. gewinnbringend im Markt zu behaupten.

Zudem bietet die Studie einen aktualisierten Überblick über die Neubauvorhaben von Monoverbrennungsanlagen und stellt neben dem Einfluss durch die Corona-Krise die zu erwartenden Sogwirkungen bei den jeweiligen Bundesländern dar.

Methodik

trend:research setzt verschiedene Field- und Desk-Research Methoden ein. Neben umfangreichen Intra- und Internet-Datenbank-Analysen (inkl. Zeitschriften, Publikationen, Konferenzen, Geschäftsberichten, usw.) fließen die Ergebnisse von strukturierten Interviews ein, die mit folgenden Zielgruppen geführt wurden:

  • Kläranlagenbetreiber
  • Klärschlammverwerter
  • Zweckverbände
  • Kommunen
Zielgruppe

Die Potenzialstudie richtet sich zum einen an Kläranlagenbetreiber und Kommunen, die einen geeigneten Entsorgungsweg für die anfallenden Schlämme suchen. Zum anderen liefert die Studie einen Marktüberblick für Verwerter und Entsorger von Klärschlämmen, die vor dem Hintergrund der neuen regulatorischen Anforderungen ihre Unternehmensstrategie überarbeiten und vor wichtigen Investitionsentscheidungen stehen. Zudem können Anlagenbauer und Komponentenhersteller, die ihre Position im Zuge der neuen Marktentwicklungen (u.a. durch die Corona-Krise) überprüfen und ggf. ausbauen wollen, die Studie als Grundlage nutzen. Der Nutzen ergibt sich für Vorstände, Geschäftsführung, Strategie-, Unternehmens- und Konzernplanung sowie Marketing und Vertrieb.

Über trend:research

Alles rund um trend:research
auf einen Klick!
Erfahren Sie mehr über das Institut und seine Leistungen.