Entsorgung gefährlicher Abfälle in Deutschland bis 2030 (In Bearbeitung)

Potenziale in der Verwertung von Sonderabfällen, Alternativen zur Deponierung und Strategien für Entsorger und Verwerter

Studiennummer: 23-13108 Studienbereich:Stoffliche VerwertungStudienart: PotenzialstudieSeitenzahl:k/AErscheinungsdatum:Mai 2020Preis: 7.900,00 €
Broschüre:
 
Einführung

Die Entwicklung im Markt für gefährlicher Abfälle zeigt, dass sich das Aufkommen über die letzten Jahre hinweg deutlich erhöht hat, trotz verschärfter rechtlicher Rahmenbedingungen und der zunehmenden Engpässe bei den Verwertungskapazitäten. Die Umdeklarierung von ungefährlichen in gefährliche Stoffe (z.B. Titandioxid), die Neuregelung der Basler Konvention zur Ausweitung des Exportverbots von gefährlichen Kunstoffen auf EU-Ebene ab 2021 sowie eine mögliche Herabsenkung von stofflichen Grenzwerten zur Festlegung von gefährlichen Abfällen (z.B. Kobalt in den Niederlanden) tragen zu zusätzlichen Aufkommen in Deutschland bei. Potenziale zur Verwertung sind bei 173 Fällen in der Abfallverzeichnisverordnung (AVV) zu erwarteten, die je nach Konzentration der Schadstoffe als gefährlicher oder ungefährlicher Abfall gelten. Einige Bundesländer, darunter Nord-rhein-Westfalen, melden bereits Engpässe (auf der Input- und Outputseite) in ihren Deponien und Verbrennungsanlagen, da Kapazitäten und Nutzungsdauern der Anlagen beschränkt sind. Diesbezüglich stellt sich einerseits die Frage nach zukünftigen weiteren Kapazitäten, andererseits nach neuen Möglichkeiten, weitere Sekundärrohstoffe aus gefährlichem Abfall zu gewinnen. Auch Rückstände aus der Verbrennung oder Deponierung, wie beispielsweise Asche, Schlacke und Filterstäube, können als zusätzliche Ressourcen herangezogen werden.

Forscher versuchen derzeit in vielfältigen Projekten, die Recyclingtechniken und -anwendungen weiterzuentwickeln, um durch Erhöhung des Recyclinganteils die zunehmend begrenzten Verbrennungs- und Deponiekapazitäten, trotz des o.g. gleichzeitig steigenden Aufkommens, zu entlasten. In den Fokus rückt aktuell das Recycling, was für die Marktteilnehmer an Relevanz gewinnt, da u.a. eine Reduzierung des Inputvolumens (z.B. Deponie Ihlenberg ab 2036) im Gespräch ist.

FuE-Aktivitäten versuchen derzeit in vielfältigen Projekten, die Recyclingtechniken und -anwendungen weiterzuentwickeln, um durch Erhöhung des Recyclinganteils die zunehmend begrenzten Verbrennungs- und Deponiekapazitäten zu entlasten, insbesondere vor dem Hintergrund des o.g. gleichzeitig steigenden Aufkommens. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz soll bereits die Separierung und Qualität des Recycling-Outputs aus gefährlichen Stoffen teilweise um bis zu 20 Prozent verbessern. Weiterhin können durch die Nutzung u.a. von Drohnen gefährliche Abfälle aus unzugänglichen Bereichen abtransportiert werden. Dies reduziert die anfallenden Bergungs- und Entsorgungskosten im Idealfall um bis zu 15 Prozent je nach Gefahrgut und Flugroute.

Der aktuell erarbeitete „green deal“ der EU-Kommission strebt im Rahmen eines Aktionsplanes eine (theoretische) Entwicklung hin zur zero-waste-policy an, d.h. Abfall vermeiden oder zu 100% recyceln, was den Markt für gefährliche Abfälle, aber auch insgesamt die Entsorgungswirtschaft zu neuen Lösungen drängt.

Vor diesem Hintergrund untersucht die Potenzialstudie „Entsorgung Gefährlicher Abfälle in Deutschland bis 2030“ u. a. folgende Fragen:

  • Wie entwickeln sich die Rahmenbedingungen für die Abfall- und Entsorgungsbranche, z. B. hinsichtlich des Umgangs mit und der Kennzeichnung von gefährlichen Abfällen?
  • Wie groß ist gegenwärtig das Aufkommen gefährlicher Abfälle und wie sieht die Entwicklung in Deutschland bis 2030 aus?
  • Welche Kapazitäten gibt es aktuell und bis 2030 in Deutschland? Welche Input- und Outputgrenzen haben die Entsorgungsanlagen? Wie entwickelt sich die Mitverbrennung (bis 2038)?
  • Welche Verfahren und Technologien sind aktuell und in Zukunft für die Entsorgung von gefährlichen Abfällen relevant?
  • Welchen Beitrag leisten KI-Technologien zur Entwicklung von neuen Stoffen aus gefährlichen Abfällen? Welche Trends, Chancen und Risiken bieten sich?
  • Welche Strategien verfolgen die Marktteilnehmer, um in den veränderten Wettbewerbsbedingungen zu bestehen?
Ziele und Nutzen

Die Studie liefert fundierte Informationen über die Thematik der Entsorgung Gefährlicher Abfälle. Im Rahmen der Studie werden rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie technologische Entwicklungen dargestellt. Auf der Basis einer umfangreichen Befragung und transparenter Analyse der zu erwartenden Entwicklungen im Markt werden strategische und operative Entscheidungen unterstützt und Empfehlungen gegeben. Des Weiteren werden relevante Unternehmen präsentiert und anhand einer Wettbewerbsbetrachtung analysiert.

Methodik

trend:research setzt verschiedene Field- und Desk-Research Methoden ein. Neben umfangreichen Intra- und Internet-Datenbank-Analysen (inkl. Zeitschriften, Publikationen, Konferenzen, Geschäftsberichten, usw.) fließen für die Potenzialstudie strukturierte Interviews mit folgenden Zielgruppen ein:

  • Entsorgungsunternehmen
  • Anlagenbetreiber
  • Unternehmen ausgewählter Branchen, in denen gefährliche Abfälle anfallen
  • Anlagenbauer und -planer
  • Komponentenhersteller
  • Berater, Verbände, Ministerien und weitere Experten
Zielgruppe

Mit Hilfe der Potenzialstudie können sich sowohl Anlagenbauer/-planer und Komponentenhersteller als auch Entsorgungs- und Verwertungsunternehmen einen Überblick über zukünftige Marktpotenziale für die Entsorgung Gefährlicher Abfälle verschaffen. Die Studie liefert fundierte Informationen für Firmen, die auf dem Gebiet der Entsorgung von Gefährlichen Abfällen einsteigen oder ihre eigenen bisherigen Strategien überprüfen und anpassen wollen. Der Nutzen ergibt sich für Vorstände, Geschäftsführung, Strategie- und Unternehmensplanung sowie Marketing und Vertrieb.

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