Der Markt für Altholz in Deutschland bis 2040 (5. Auflage)
Marktentwicklung, Stoffstromkonkurrenz und strategische Rohstoffpotenziale
Studiennummer:
39-4622-91
Studienbereich:Stoffliche VerwertungStudienart:
TrendstudieSeitenzahl:537 SeitenErscheinungsdatum:September 2026Preis: 6.900,00 €
Broschüre:


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Einführung
Altholz gehört zu den wenigen biogenen Rohstoffen,
deren Bedeutung in den kommenden Jahrzehnten trotz
knapper Verfügbarkeit weiter zunehmen dürfte.
Der deutsche Altholzmarkt befindet sich an einem Wendepunkt.
Während die kurzfristigen Marktbewegungen
der vergangenen Jahre zunehmend in den Hintergrund
treten, bestimmen heute langfristige Veränderungen die
Entwicklung des Sektors. Die Transformation hin zu einer
klimaneutralen und zirkulären Wirtschaft verändert die
Rolle von Altholz grundlegend: Aus einem klassischen
Sekundärbrennstoff entwickelt sich ein strategischer Rohstoff,
dessen Verfügbarkeit und optimale Nutzung zunehmend
zum Wettbewerbsfaktor werden.
Zusätzliche Dynamik erhält diese Entwicklung durch die
Wärmewende. Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung
(KWP), der Dekarbonisierung kommunaler Wärmenetze
sowie des schrittweisen Ausstiegs aus fossilen
Energieträgern gewinnt insbesondere Holzbiomasse – darunter
auch Altholz – als kurzfristig verfügbare erneuerbare
Wärmequelle an Bedeutung. Da andere Optionen
– etwa grüner Wasserstoff – in vielen Anwendungen derzeit
noch nicht wirtschaftlich verfügbar sind, investieren
zahlreiche Energieversorger in Altholzanlagen.
In den nächsten Jahren wird sich die Frage nach der effizientesten
Verwendung des begrenzten Rohstoffpotenzials
weiter zuspitzen. Neben der etablierten Holzwerkstoffindustrie
und der energetischen Verwertung entstehen
zusätzliche Nachfrageimpulse aus der Bioökonomie, etwa
für biobasierte Chemikalien und Werkstoffe, innovative
Faser- und Recyclingverfahren und der langfristigen Kohlenstoffbindung
in Produkten. Gleichzeitig fördern europäische
Vorgaben zur Kreislaufwirtschaft und zur Biomassenutzung
hochwertige Kaskadennutzungen und stellen
bestehende Verwertungsstrukturen zunehmend auf den
Prüfstand.
Wie sich das Altholzaufkommen bis 2040 entwickelt,
bleibt dennoch mit erheblichen Unsicherheiten verbunden.
Baukonjunktur, Sanierungswellen, Rückbau, Urban
Mining, Holzbau sowie internationale Stoffströme beeinflussen
Menge und Qualität des verfügbaren Rohstoffs.
Zudem können die kommunale Wärmeplanung (KWP)
sowie Maßnahmen zur Dekarbonisierung des Gebäudesektors
und weiteres, wie BEHG und ETS das Altholzaufkommen
durch verstärkte Sanierungen und Rückbaumaßnahmen
zusätzlich beeinflussen. Parallel steigen die
Anforderungen an Sortierung, Aufbereitung und Recyclingqualität,
während sich der Wettbewerb zwischen stofflicher
Verwertung, energetischer Nutzung und neuen industriellen
Einsatzfeldern weiter verschärft. Der Markt der
Zukunft wird deshalb weniger durch das absolute Altholzaufkommen
geprägt sein als durch die Fähigkeit, knappe
Ressourcen hochwertig, effizient und klimawirksam in geschlossenen
Stoffkreisläufen einzusetzen.
Die Studie untersucht und analysiert den Markt sowie
die strukturellen Entwicklungen bis 2040. Auf Basis einer
breiten Datenbasis, aktualisierter Szenarien und vertiefter
Analysen werden Marktpotenziale, Risiken und strategische
Optionen für zentrale Marktakteure abgeleitet.
Ziele und Nutzen
Die Studie liefert eine umfassende Analyse des deutschen
Altholzmarktes und seiner Entwicklung bis 2040. Im Mittelpunkt
stehen die strukturellen Veränderungen, welche die
zukünftige Nutzung von Altholz prägen: die zunehmende
Bedeutung der Kreislaufwirtschaft, der Wandel hin zu einer
klimaneutralen Industrie, neue Anforderungen an die Biomassenutzung
sowie die wachsende Konkurrenz zwischen
stofflicher, energetischer und innovativer zirkulärer Verwertung.
Neben der Analyse der aktuellen Marktsituation
in den Jahren 2025/2026 werden langfristige Entwicklungen
bei Aufkommen, Nachfrage, Preisbildung und Wettbewerbsstrukturen
untersucht und in mehreren Szenarien bis 2040
bewertet.
Methodik
waste:research setzt verschiedene Field- und Desk-Research-
Methoden ein. Neben umfangreichen Intra- und
Internet-Datenbank-Analysen (inkl. Zeitschriften, Publikationen,
Konferenzen und Geschäftsberichten usw.) fließen für
die Potenzialstudie strukturierte Interviews mit folgenden
Zielgruppen ein: Betreiber von Altholzkraftwerken, Altholzaufbereiter
und -verwerter, Mitverbrenner, Berater, Dienstleister,
Institute und weitere Experten.
Die dargestellten Analysen und Ergebnisse werden mit Hilfe
der o. g. Interviews und Expertengespräche erarbeitet. Die
Auswertung der Daten führt zu abgesicherten Aussagen
über Märkte, Trends, Wettbewerb und Handlungsoptionen
im zukünftigen Altholzmarkt.
Zielgruppe
Die Neuauflage der Potenzialstudie richtet sich an alle
Akteure im deutschen und europäischen Altholzmarkt. Dazu
zählen: neue Marktteilnehmer, die fundiertes Basiswissen
erwerben möchten, sowie etablierte Unternehmen, die sich
in einem zunehmend regulierten und strategisch geprägten
Marktumfeld positionieren wollen. Die Studie ist außerdem
relevant für Entsorgungsunternehmen, Betreiber von
Altholzkraftwerken, Aufbereiter, Planer von Recycling- und
Aufbereitungsanlagen sowie Dienstleister der Kreislaufwirtschaft.
Anhand detaillierter Markt- und Wettbewerbsanalysen
liefert die Studie einen Überblick für Altholzaufbereiter und
-verwerter sowie weitere Marktteilnehmer. Darüber hinaus
richtet sich die Studie an weitere Dienstleister aus der Altholz-
und Entsorgungsbranche. Der Nutzen ergibt sich für
Vorstände, Geschäftsführung, Strategie-, Unternehmensund
Konzernplanung sowie für Marketing und Vertrieb.
