Klärschlammmit- und -monoverbrennung in Deutschland (6. Auflage) (Geplant)

Überkapazität: Ab wann?

Studiennummer: 24-1311-6 Studienbereich:Abfallwirtschaft allgemeinStudienart: PotenzialstudieSeitenzahl:ca. 450 SeitenErscheinungsdatum:- Geplant -Preis: 5.400,00 €
Broschüre:
 
Einführung

Der zeitnahe Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Klärschlammverbringung durch die festgelegten Phosphor-Rückgewinnungspflichten stellen sowohl Betreiber von Kläranlagen als auch von Verwertungsanlagen vor erhebliche Herausforderungen. Weiter steigende Entsorgungspreise und größtenteils kurze Vertragslaufzeiten, die absehbare Abschaltung der fossil gefeuerten Kraftwerke bis spätestens 2038 und den damit immer knapper werdenden Mitverbrennungskapazitäten sowie die gesteigerten Aktivitäten zur Realisierung alternativer (thermischer) Klärschlammentsorgungswege setzen die Marktakteure unter Handlungsdruck.

Dies führt zu einem Planungsboom für Monoverbrennungsanlagen, welches zukünftig in einigen Bundesländern oder deutschlandweit zu Überkapazitäten führen könnte. Mit zu beachten ist dennoch, dass nicht jedes geplante Projekt letztendlich auch realisiert wird.

Neben den (ohnehin schon zu) vielen Neubauprojekten denken derzeit viele Energieversorger über Projekte nach, um ihre lokale Wärmeversorgung zu sichern, vorher aus den konventionellen Brennstoffen auszusteigen sowie Wertschöpfungspotenziale zu generieren.

Außerdem intensiviert die mitverbrennende Industrie ihre Bemühungen, das Thema Phosphorrecycling vor der Verbrennung zu realisieren. Zudem überlegen Betreiber vorhandener Anlagen (z.B. Biomasseanlagen, die aus der EEG Förderung fallen) auf Klärschlamm umzurüsten. Sie nehmen die Trocknungsaktivitäten der Kommunen und überlegen im Ausland (Neubau-)Projekte zu bauen. Daraus folgt, dass die Transportentfernungen teilweise dramatisch zunehmen (bis 600 km.)

Die Studie bietet einen Überblick über die in Betrieb befindlichen Monoverbrennungsanlagen sowie den geplant und im Bau befindlichen Monoverbrennungsanlagen. Hierbei wird zwischen Neubau („Gründe Wiese“), Anbau (an vorhandener Infrastruktur) sowie Umbau/Umrüstung differenziert. Des Weiteren wird die Mitverbrennungskapazität von Klärschlamm in Stein- und Braunkohlekraftwerken, Müllheizkraftwerken und Zementwerken dargestellt. Auf der Basis der Veränderungen bei dem Aufkommen und (Mit- und Monoverbrennungs) Kapazitäten werden die regionalen Märkte der Bundesländer dargestellt und auf die jeweiligen Über- und Unterkapazitäten überprüft. Ausgehend von diesen Entwicklungen werden in der Studie zudem folgende Aspekte betrachtet:

  • Rechtliche Rahmenbedingungen Aufkommen von Klärschlämmen in Deutschland sowie bundeslandspezifische bzw. regionale Entwicklungen
  • Darstellung der Verwertungswege des Klärschlammes in Deutschland insbesondere der thermischen Verwertung mit Fokus auf Mitverbrennung in Kohlekraftwerken, Müllheizkraftwerken, Zementwerken sowie dem Neu-, Um- und Anbau von Monoverbrennungsanlagen
  • Darstellung der in Planung und im Bau befindlichen Monoverbrennungsanlagen differenziert in Neubau („Grüne Wiese“), Anbau (an vorhandener Infrastruktur), Umbau/Umrüstung
  • Aktueller Stand des Phosphorrecyclings
  • Entwicklung der Klärschlammverbrennung bis 2029 und 2029 bis 2040 in den drei Szenarien „Unterkapazität“, „Referenz“ und „Überkapazität“
  • Darstellung der Handlungsoptionen für Betreiber von Kläranlagen und Verwerter von Klärschlämmen infolge erwarteter Sogwirkungen
Ziele und Nutzen

Die Studie gibt Antworten auf wichtige Fragen, die im Zuge aktueller rechtlicher, aber auch veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen bei der Entsorgung und der Verwertung von Klärschlämmen auftreten. Sie stellt das aktuelle Klärschlammaufkommen mit den jeweiligen Verwertungswegen mit den aktuellen und geplanten Mit- und Monoverbrennungsanlagen gegenüber und gibt eine Prognose, ob künftig eine Überkapazität entstehen wird und wenn ja wann. Des Weiteren wird ein aktueller Forschungsstand bzgl. des Phosphorrecyclings vor der Verbrennung gegeben. Zudem wird die Kostenstruktur der verschiedenen Entsorgungsmöglichkeiten dargestellt.

Ausgehend von der aktuellen Situation der Klärschlammentsorgung in den Bundesländern und den zu erwartenden Entwicklungen liefert die Studie Strategieoptionen, Einschätzungen zu Chancen und Risiken sowie zu Trends. Die Analyse erfolgt durch eine konkrete Darstellung von Klärschlammmengen, deren Verschiebungen und Kapazitäten sowie Kosten.

Methodik

trend:research setzt verschiedene Field- und Desk-Research Methoden ein. Neben umfangreichen Intra- und Internet-Datenbank-Analysen (inkl. Zeitschriften, Publikationen, Konferenzen, Geschäftsberichten, usw.) fließen die Ergebnisse von strukturierten Interviews ein, die mit folgenden Zielgruppen geführt wurden:

  • Kläranlagenbetreiber
  • Klärschlammverwerter
  • Zweckverbände
  • Kommunen
Zielgruppe

Die Potenzialstudie richtet sich zum einen an Kläranlagenbetreiber und Kommunen, die einen geeigneten Entsorgungsweg für die anfallenden Schlämme suchen. Zum anderen liefert die Studie einen Marktüberblick für Verwerter und Entsorger von Klärschlämmen, die vor dem Hintergrund der neuen regulatorischen Anforderungen ihre Unternehmensstrategie überarbeiten und vor wichtigen Investitionsentscheidungen stehen. Zudem können Anlagenbauer und Komponentenhersteller, die ihre Position im Zuge der neuen Marktentwicklungen überprüfen und ggf. ausbauen wollen, die Studie als Grundlage nutzen. Der Nutzen ergibt sich für Vorstände, Geschäftsführung, Strategie-, Unternehmens- und Konzernplanung sowie Marketing und Vertrieb.

Über trend:research

Alles rund um trend:research
auf einen Klick!
Erfahren Sie mehr über das Institut und seine Leistungen.