Integration dezentraler Anlagen in die allgemeine Stromversorgung

Geschäftsprozesse, Messkonzepte und Abrechnung von Energiemengen bei Eigenerzeugung und -speicherung

Studiennummer: 16-0474 Studienbereich:KundenserviceAbrechnungMess- und ZählerwesenStudienart: PotenzialstudieSeitenzahl:723 SeitenErscheinungsdatum:Dezember 2013Preis: 4.900,00 €
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Einführung

Die Anzahl dezentraler Anlagen steigt ungebrochen: Ende 2012 lag die Zahl der dezentralen Anlagen bereits bei über 1,4 Millionen. Die gesamte installierte Leistung dieser Anlagen liegt dabei bei knapp 88 GW. Darauf entfallen etwa 32,6 GW auf Photovoltaik- und rund 31,3 GW auf Windenergieanlagen.

Aufgrund dieser Entwicklungen müssen sich Energieversorger und besonders Stromnetzbetreiber neuen Herausforderungen stellen, die die Einbindung dezentraler Anlagen mit sich bringen. Neben der Regelung des Netzes und dem Strombeschaffungsmanagement sind für alle Marktakteure umfangreiche Tätigkeiten bezüglich der Datenerfassung, -verwaltung und -weitergabe zu erfüllen. Die Themen umfassen bspw. die Integration der dezentralen Erzeuger in Bilanzkreise, den Wechsel von Anlagen zwischen EEG-Vergütung und Direktvermarktung, die Registrierung von Strom aus Erneuerbaren Energien im Herkunftsnachweisregister und die Umsetzung der Festlegung der Bundesnetzagentur (BNetzA) „Marktprozesse für Einspeisestellen (Strom)“ (BK6-12-153) ab Oktober 2013.

Die Erfüllung der gesetzlichen Regelungen belastet viele Abteilungen insbesondere der Stromnetzbetreiber, aufgrund der hohen Anzahl an Regelungen und den verschiedenen Anforderungen, zusätzlich zu der rein technischen und organisatorischen Einbindung in die allgemeine Stromversorgung. Anhand der durchgeführten Experteninterviews stellte sich heraus, dass die Abrechnungsprozesse von dezentralen Anlagen sich in vielen Bereichen deutlich von denen normaler Stromkunden abweichen. Dieses Ergebnis verdeutlicht zusätzlich die Anforderung großer Umstrukturierungsprozesse, denen sich die Marktakteure in Zukunft stellen müssen.

Die trend:research-Studie stellt die wesentlichen Rahmenbedingungen für dezentrale Anlagen dar, beschreibt die Geschäftsprozesse und Abrechnungsverfahren und fasst so die grundlegenden Informationen zusammen, die Energieversorger, Anlagenbetreiber und Dienstleister in Abrechnung und IT zur Prozess- und Organisationsanpassung benötigen.

Neben Informationen zu den genannten Themen beantwortet die Studie u. a. folgende Fragestellungen:

  • Welchen Einfluss haben die energiewirtschaftlichen und energiepolitischen Rahmenbedingungen auf die Integration dezentraler Anlagen?
  • Welche Geschäftsprozesse werden durch die Bundesnetzagentur (bspw. laut BK6-12-153) vorgegeben und wie sind sie umzusetzen?
  • Welche Aufgaben und Verantwortungsbereiche haben die unterschiedlichen Marktakteure?
  • Welche Dienstleistungsbereiche bestehen rund um die prozessuale Integration dezentraler Anlagen?
  • Wie entwickelt sich die Anzahl der dezentral einspeisenden Anlagen bis 2030?
  • Wie hoch ist das Marktvolumen der Dienstleistungen für die prozessuale Anlagenintegration und wie wird es sich entwickeln?
  • Wie wird sich der Wettbewerb der Dienstleister entwickeln?
  • Welches sind Erfolg versprechende Strategien für die Marktakteure?
Ziele und Nutzen

Im Rahmen der Studie werden Antworten auf wichtige Fragen, die im Zusammenhang mit der Integration von dezentralen Anlagen in die Geschäftsprozesse der allgemeinen Stromversorgung stehen, gegeben. Ausgehend von der Darstellung wichtiger Rahmenbedingungen, des Status quo der Anlagenanzahl werden Marktrollen/-akteure sowie deren Aufgaben und Verantwortlichkeiten aufgezeigt. Anschließend erfolgt eine Betrachtung der relevanten Geschäftsprozesse für Einspeisestellen sowie des Produkt- und Dienstleistungsspektrums für die Integration der Anlagen. Anhand von Befragungsergebnissen und weitergehenden Analysen wird die Prognose des Marktes bezüglich der Anlagenanzahl und der Integrationsdienstleistungen in drei Szenarien betrachtet. Die detaillierte Beschreibung der Wettbewerbsentwicklung und Darstellung der Wettbewerber (inkl. Wettbewerbsprofile) kann bei der Auswahl entsprechender Dienstleister unterstützen.

Darüber hinaus werden aktuelle Trends, Chancen und Risiken für unterschiedliche Marktakteure beleuchtet und hieraus ableitbare mögliche Strategien für die Marktakteure aufgezeigt. Abschließend wird ein Ausblick auf die zukünftig zu erwartenden Entwicklungen gegeben.

Methodik

trend:research setzt verschiedene Field und Desk Research Methoden ein. Neben umfangreichen Intra- und Internet-Datenbank-Analysen (inkl. Zeitschriften, Publikationen, Konferenzen, Geschäftsberichte usw.) fließen in die Potenzialstudie 70 strukturierte Interviews mit folgenden Zielgruppen ein:

  • Energieversorgungsunternehmen (Netz- und Vertriebsgesellschaften, Bilanzkreisverantwortliche) Anlagenbetreiber (inkl. Prosumer/Direktvermarkter)
  • Dienstleister für Abrechnung und Marktkommunikation
  • IT-Dienstleister und -Berater
  • Weitere Experten

Die dargestellten Analysen und Ergebnisse wurden mithilfe der o. g. Interviews und Expertengespräche erarbeitet. Die Auswertung der Erfahrungen und Erwartungen führt zu abgesicherten Aussagen über Synergiepotenziale, Marktpotenziale und Entwicklungstrends.

Zielgruppe

Die Potenzialstudie richtet sich an Energieversorger (Netzbetreiber sowie Energielieferanten), Betreiber dezentraler Anlagen, Abrechnungsdienstleister, spezialisierte Dienstleister in der Marktkommunikation sowie IT-Dienstleister und -Berater und hilft diesen Unternehmen, die weitere Entwicklung einzuschätzen sowie die eigenen Prozesse und IT-Strukturen bzw. das Portfolio anzupassen. Der Nutzen ergibt sich sowohl für Vorstand und Geschäftsführung als auch Leitungen in den Bereichen Netz, Vertrieb, Technik, Energie und Abrechnung.

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