Energieautarke Kommunen und „Bioenergiedörfer“ (2. Auflage)

Entwicklung bis 2020, Chancen und Risiken für Energieversorger, Anlagenbauer und Hersteller dezentraler Erzeugungsanlagen

Studiennummer: 15-01126-2 Studienbereich:ErzeugungStudienart: PotenzialstudieSeitenzahl:877 SeitenErscheinungsdatum:März 2013Preis: 4.800,00 €
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Einführung

Steigende Strompreise und der Wunsch der Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen veranlassen immer mehr Kommunen, sich eigenständig mit Strom und Wärme auf Basis Erneuerbarer Energien zu versorgen, damit werden sie zu einer „energieautarken Kommune“ oder deren Spezialform - einem „Bioenergiedorf“. Die Besonderheit der Bioenergiedörfer besteht darin, dass die Versorgung zu einem bestimmten Anteil auf Basis von Bioenergie erfolgt und die Errichtung eines Nahwärmenetzes bildet ein wesentliches Kriterium. Seit der Entstehung des ersten Bioenergiedorfes im Jahr 2005 in Jühnde (Niedersachsen) hat sich die Anzahl bestehender und geplanter energieautarker Kommunen und Bioenergiedörfer in Deutschland auf 240 erhöht. Die regionale Verteilung zeigt, dass aktuell Baden-Württemberg und Bayern über die höchste Anzahl verfügen.

Insgesamt wurde die installierte elektrische Leistung zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien in energieautarken Kommunen und Bioenergiedörfern von 2010 bis 2012 um knapp 350 Prozent gesteigert. Der Zubau erfolgte vor allem bei Wind- bzw. Solaranlagen. Bis 2020 werden energieautarke Kommunen und Bioenergiedörfer einen Anteil von 13 Prozent an der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien haben.

Die zukünftigen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben dabei auf die Gesamtentwicklung einen essentiellen Einfluss. So führt die aktuelle Debatte um die erneute Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zu Verunsicherungen hinsichtlich der zukünftigen Wirtschaftlichkeit von Erneuerbaren Energien-Anlagen und kann potenzielle Investitionen in neue Anlagen verzögern.

Ausgehend von diesen Rahmenbedingungen zeigt die Studie auf, wie sich Energieversorger, Projektierer, Anlagenhersteller und weitere Marktteilnehmer in diesem sich dynamisch entwickelnden Marktumfeld zukünftig positionieren können, welche Chancen sich durch Kooperationen mit energieautarken Kommunen/Bioenergiedörfern ergeben sowie welche Strategien in Bezug auf das Produkt- und Dienstleistungsangebot erfolgversprechend sind.

Auf Basis von ausführlichem Desk Research und einer umfangreichen Befragung von Bioenergiedörfern und Kommunen, sowie Projektierern, Anlagenbauern, EVU, Netzbetreibern und weiteren Experten gibt die Studie einen Überblick über den Status quo und die Marktentwicklung und beantwortet dabei u. a. folgende Fragestellungen:

  • Welche Entwicklung ist hinsichtlich der Anzahl der energieautarken Kommunen zu erwarten?
  • Gibt es regionale Schwerpunkte der künftigen Entwicklung?
  • Welchen Anteil haben die energieautarken Kommunen an der Stromerzeugung in Deutschland?
  • Mit welchen Produkten und Energiedienstleistungen für energieautarke Kommunen können sich Energieversorger positionieren, um sich zukünftig erfolgreich im Wettbewerb zu behaupten?
  • Welche Trends bestehen in der Entwicklung der energieautarken Kommunen?
  • Welche Chancen und Risiken lassen sich für die Projektierer, Anlagenbauer, Energieversorger und Netzbetreiber sowie Kommunen ableiten?
Ziele und Nutzen

Ausgehend von den aktuellen Rahmenbedingungen und dem Status quo analysiert die Studie die zukünftige Entwicklung von energieautarken Kommunen und Bioenergiedörfern in Deutschland und untersucht intensiv die Chancen und Risiken, die sich für Projektierer, Anlagenbauer, Energieversorger, Netzbetreiber und Kommunen ergeben.

Neben einer quantitativen Analyse des Marktes wird über die qualitative Darstellung (u. a. mit Hilfe des Status quo und der Wettbewerbsintensität) die zukünftige Marktentwicklung bis 2020 abgebildet. Strategieempfehlungen, abgeleitet aus den aufgezeigten Trends, Chancen und Risiken, ermöglichen es, die eigene Positionierung zu überprüfen und ggf. neue Strategien daraus zu entwickeln.

Methodik

trend:research setzt verschiedene Field- und Desk-Research-Methoden ein. Neben umfangreichen Intra- und Internet-Datenbank-Analysen (inkl. Zeitschriften, Publikationen, Konferenzen, Geschäftsberichte usw.) fließen die Ergebnisse aus 93 strukturierten Interviews, die im Rahmen dieser Potenzialstudie geführt wurden, mit ein. Die folgenden Zielgruppen wurden befragt:

  • Anlagenbauer und -hersteller/Projektierer
  • EVU & Netzgesellschaften
  • Kommunen
  • Bioenergiedörfer

Die dargestellten Analysen und Ergebnisse wurden mit Hilfe der o. g. Interviews und Expertengespräche erarbeitet. Die Auswertungen der Anforderungen und Erwartungen führten zu abgesicherten Aussagen über Potenziale und Entwicklungen im Markt sowie Wettbewerb, Trends und Strategien.

Zielgruppe

Die Potenzialstudie hilft Anlagenbauern, Projektierern, Energieversorgern sowie weiteren Marktteilnehmern, die zukünftigen Potenziale im Markt für kommunale Strom- und Wärmeerzeugung aus Erneuerbare Energien besser einschätzen und die eigenen Marktstrategien bzw. die eigenen Ressourcenplanungen den zukünftigen Entwicklungen anpassen zu können.

Der Nutzen ergibt sich sowohl für Vorstände und Geschäftsführung als auch für Strategie-, Unternehmens- und Konzernplanung sowie Vertrieb und Marketingabteilungen.

Darüber hinaus liefert die Studie Entscheidungshilfen für Kommunen/Regionen, die eine eigenständige Stromversorgung anstreben.

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