Netzverkäufe, Netzübernahmen und Betriebsführungsmodelle in Strom- und Gasnetzbetrieben (Geplant)

Studiennummer: 13-0222 Studienbereich:NetzeStudienart: PotenzialstudieSeitenzahl:ca. 800 SeitenErscheinungsdatum:- auf Anfrage -Preis: 4.200,00 €
Broschüre:
 
Einführung

Die Situation für Gas- und Stromnetze in Deutschland befindet sich derzeit sowohl bei den Transport- als auch Verteilnetzen in einer Umbruchphase. Regulatorische und wettbewerbliche Einflussnahmen führen einerseits zu steigendem Kosten- und Wettbewerbsdruck bei den Netzbetreibern, bringen andererseits jedoch nicht die erhofften Resultate. So hat sich im Gasbereich die Anzahl der Fernleitungs- und Verteilnetzbetreiber in der Zeit von 2008 bis Mitte 2009 von 717 auf 704 reduziert bei gleichzeitiger Zunahme des Wettbewerbs im Bereich Gashandel. Im Stromsektor wird auf Ebene der Transportnetze von E.On der Verkauf des Übertragungsnetzes an das holländische EVU Tennet abgewickelt und Vattenfall befindet sich in Verhandlungen über den Verkauf seines Übertragungsnetzes an ein ausländisches Konsortium. Dies lässt die von der Bundesregierung angeregte Diskussion über die Einführung einer Netz AG, an der sich Investoren beteiligen können, wieder aufkommen.

Auch auf Verteilnetzebene ist sowohl im Strom- als auch im Gas-Sektor Bewegung zu verzeichnen. Seit Anfang 2009 wurden laut Verband kommunaler Unternehmen (VKU) bundesweit 700 der insgesamt 20.000 Konzessionsverträge zum Netzbetrieb neu ausgeschrieben und bis Ende 2011 laufen weitere 2.000 der Vereinbarungen zwischen Kommunen und privaten Energieversorgern aus.

In Anbetracht des Trends, dass eine steigende Anzahl von Kommunen daran denkt, die Konzessionsverträge nicht zu verlängern und stattdessen den Netzbetrieb in Eigenregie weiterzuführen, ist davon auszugehen, dass die privaten Energieversorgungsunternehmen in Zukunft Marktanteile verlieren werden. Das am 27. September 2009 gefällte Grundsatzurteil des BGH stärkt diese Tendenz, indem es festlegt, dass private Energieversorgungsunternehmen nach dem Auslaufen der Konzession die Netze gegen einen angemessenen Preis abgeben müssen.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung ergeben sich vielschichtige Marktumstrukturierungspotentiale für Kommunen, kommunale Organisationen wie Stadtwerke und für private Energieversorgungsunternehmen.

Auf Grundlage einer umfangreichen Befragung von privaten und kommunalen EVU sowie von kommunalen Entscheidungsträgern werden u.a. folgende Fragestellungen untersucht:

  • Welche wirtschaftliche Szenarien für die Änderungen beim Netzbetrieb kommen in Betracht: Netzübernahmen, Netzkooperationen, Netzverpachtungen?
  • Welche Betriebsführungsmodelle sind zu wählen: Beteiligungsmodelle, Kooperationen, Gründungen kommunaler Netzgesellschaften, Contracting-Modelle?
  • Was sind angemessene Kaufpreise und wie lassen sich die Netzwerte ermitteln?
  • Inwieweit sind aus Sicht der Kommunen und kommunalen EVU kartellrechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen (Entflechtung, Anreizregulierung) zu berücksichtigen?
  • Können Kommunen den Netzerwerb für das Ziel der kommunalen Selbstversorgung nutzen?
  • Welche Praxisbeispiele für die Rekommunalisierung der Versorgungsnetze existieren?
  • Wer sind mögliche Investoren und welche Implikationen hätte das für den Markt?
Ziele und Nutzen

Ausgehend von den politischen, kommunalen, wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen und mit zusätzlicher Betrachtung der zu erwartenden Entwicklungen in Strom- und Gasnetzbetrieben werden die Chancen und Risiken für Netzbetreiber, Energieversorger und Kommunen aufgezeigt.

Auf Basis der Befragung und einer transparenten Analyse in Bezug auf zu erwartende Entwicklungen im Bereich Netzübernahmen und Betriebsführungsmodelle werden strategische und operative Entscheidungen unterstützt und Empfehlungen zum Aufbau und/ oder Ausbau der eigenen Marktposition gegeben. Ebenso werden die Anforderungen und Bedürfnisse verschiedener Kundengruppen untersucht, um das Wissen um die Marktentwicklungen zu ergänzen.

Methodik

trend:research setzt verschiedene Field- und Desk-Research-Methoden ein. Neben umfangreichen Intra- und Internet-Datenbank-Analysen (inkl. Zeitschriften, Publikationen, Konferenzen, Geschäftsberichte usw.) fließen für die Trendstudie ca. 80 strukturierte Interviews mit folgenden Zielgruppen ein:

  • Netzbetreiber
  • Netzdienstleister
  • Energieversorgungsunternehmen
  • Gemeinden
  • Kreise
  • Städte
  • Verbände und andere Experten

Des Weiteren fließen die Befragungsergebnisse der Studien „Wettbewerb um Konzessionen“ und „Rekommunalisierung der Versorgung?“ mit insgesamt ca. 200 Interviews mit in die Resultate der Studie ein.

Zielgruppe

Netzbetreiber können das Marktvolumen bzw. die eigenen Chancen- und Bedrohungspotenziale vor dem Hintergrund der zu erwartenden Entwicklung besser einschätzen.

Die Potenzialstudie hilft Netzbetreibern, Netzdienstleistern und Energieversorgungsunternehmen, zukünftige Marktentwicklungen abzuschätzen und unterstützt insbesondere bei der Ausrichtung der Unternehmensstrategie sowie bei der Positionierung auf dem deutschen Versorgungsmarkt. Kommunen erhalten fundierte Informationen zu den rechtlichen, energiewirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, Anwenderanforderungen der Privat- und Geschäftskunden sowie zu den allgemeinen Markt- und Wettbewerbsstrukturen.

Der Nutzen ergibt sich für insbesondere für die Geschäftsführung, der strategischen Unternehmensentwicklung sowie Beratern von Netzbetrieben, Netzdienstleistern, Energieversorgern als auch für Gemeindeverwaltungen, Gemeinderäte und Ortschaftsräte.

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