Elektromobilität - Chance für die Energieversorger?

Potenziale, Herausforderungen, Strategien

Studiennummer: 12-0158 Studienbereich:ErzeugungStudienart: PotenzialstudieSeitenzahl:1.528 SeitenErscheinungsdatum:Juli 2009Preis: 4.500,00 €
Broschüre:
 
Einführung

Der Handlungsdruck auf die Automobilhersteller hat sich aufgrund des stetig steigenden Preistrends fossiler Kraftstoffe, der Absatzeinbrüche in der Automobilindustrie sowie der Diskussion um nachhaltige Mobilität erhöht. Letzteres gilt heute als eine der zentralen Herausforderungen und wird von der Bundesregierung sowohl mit dem Integrierten Energie- und Klimaprogramm vom 5. Dezember 2007, dem Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität als auch mit konjunktur- und fiskalpolitischen Maßnahmen, wie z.B. Entsorgungsprämie für Altfahrzeuge oder Steuernachlässe für die Neuwagenkäufe, gefordert.

Beim Einsatz der elektrisch angetriebenen Fahrzeuge können gegenüber konventionellen Verbrennungsmotoren deutliche Energieeffizienzgewinne erzielt und CO2-Emissionen gemindert werden. Insbesondere in Kombination mit aus erneuerbaren Energien erzeugtem Strom (Wind- und Wasserkraft, Photovoltaik, Bioenergie) stellt das Elektrofahrzeug eine umweltfreundliche Alternative dar.

Außer der Stromerzeugung kommt den Energieversorgungsunternehmen im Rahmen der Elektromobilität die Aufgabe zu, die entsprechende Infrastruktur für Elektrofahrzeuge bereitzustellen. Damit einhergehend konzentrieren sich die derzeitigen Forschungsaktivitäten der Energieversorgungsunternehmen auf die Entwicklung von intelligenten Abrechnungs- und Kommunikationssystemen, Ladetechniken sowie auf die Integration der Elektrofahrzeuge in das vorhandene Stromnetz. Zu nennen sind hierbei die Bereiche „Smart Grid“ und „Smart Metering“. Die Energieversorger konzentrieren sich somit generell auf die potenziellen Vertriebsmöglichkeiten durch die Bereitstellung von Ladestationen und Entwicklung von Mobilitätsdienstleistungen und neuen speziellen Produkten.

Ausgehend davon bietet das Elektrofahrzeug Energieversorgungsunternehmen zukünftig die Chance, ihren Stromabsatz auszuweiten und neue Zielkunden zu gewinnen. Überdies ermöglicht es, den im Tagesverlauf stark schwankenden Strombedarf auszugleichen und zudem größere Mengen Strom in den Akkumulatoren der Fahrzeuge zu speichern. Langfristig kann der Ansatz verfolgt werden, dass die Elektrofahrzeuge den Strom in Zeiten großer Netzlast ins Netz einspeisen. Das als Vehicle-to-Grid (V2G) bezeichnete Konzept wird von den meisten Befragten zu dieser Studie jedoch noch skeptisch betrachtet.

Die Entwicklung der Elektromobilität wirft viele Fragen auf, die für zahlreiche Akteure das Umfeld ihrer Geschäftsentwicklung, Investitionen, Planungen und Vorhaben bestimmen:

  • Wie entwickeln sich die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen für die Elektromobilität?
  • Wie ist der Stand der Technik und welche neuen Entwicklungen zeichnen sich insbesondere im Bereich der Energiespeicher ab?
  • Welche Anforderungen stellen die Zielkundengruppen (Privatpersonen, Autovermieter, Car-Sharing-Agenturen und Taxiunternehmen) an die Elektrofahrzeuge sowie an die Energieversorgungsunternehmen seitens Vertrieb und Infrastruktur?
  • Wann ist mit einer signifikanten Marktdurchdringung der Elektrofahrzeuge zu rechnen? In welcher Höhe?
  • Welche Trends sind zu beachten und welche Chancen und Risiken ergeben sich daraus für Energieversorgungsunternehmen sowie für Technologie- und Autohersteller?
  • Welche Strategieoptionen bieten sich den unterschiedlichen Marktteilnehmern (Energieversorgungsunternehmen, Technologie- und Automobilhersteller)?
  • Wer sind die führenden Marktteilnehmer und wie entwickelt sich der Wettbewerb zwischen diesen?

Die aktuelle Studie gibt Antworten auf diese und weitere Fragen. Sie liefert auf über 1.500 Seiten neben theoretischen Grundlagen und praktischen Hinweisen gezielt Marktdaten in nachvollziehbaren, mit Prämissen dargestellten Szenarien, zeigt Anforderungen vorhandener und neuer Marktteilnehmer auf und stellt Erfahrungen und Einschätzungen der befragten 104 Marktteilnehmer vor.

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