Emissionshandel

Entwicklungen, Strategien, Chancen für Versorger, Industrieunternehmen, (Umwelt-)Verbände und Organisationen

Studiennummer: 06-0007 Studienbereich:EmissionsschutzStudienart: TrendstudieSeitenzahl:238 SeitenErscheinungsdatum:April 2003Preis: 2.700,00 €
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Einführung

Mehr denn je besteht große Unklarheit über die Ausprägung des Emissionshandels. Insbesondere die betroffenen energieintensiven Industrien sehen sich heute mit einer Vielzahl politischer Unwägbarkeiten konfrontiert. Es existieren noch keine endgültig festgelegten Richtlinien für eine einheitliche europäische Umsetzung von Seiten der EU. Die ersten Versuche eines freiwilligen Emissionshandels sind aber bereits angelaufen (z.B. BP, HEW), das Projekt Hessen Tender ist mit Erfolg abgeschlossen (CO2-Reduzierung, niedrige Kosten für Unternehmen für Einstieg und Reduktion). Die bisherigen Ergebnisse dieser Projekte zeigen also, dass ein Emissionshandel nicht zwingend mit Nachteilen verbunden ist, so wie es momentan noch von vielen möglichen Teilnehmern empfunden wird.

Ein entsprechendes Erzeugungsportfolio bzw. angepasste Investitionsentscheidungen und Rahmenbedingungen vorausgesetzt, erschließt sich hier mitunter ein neues Geschäftsfeld mit zusätzlichen Einnahmequellen. Gleichzeitig werden durch die Verringerung der Gesamtanzahl an Emissionsrechten fortschrittliche bzw. emissonsarme Erzeugungstechnologien gefördert (Brennstoffzelle, Wind-/Wasserkraft u.a.)und ein teurer Einstieg kann dann mitunter durch die Emissionsrechte finanziert werden.

Die Studie behandelt dazu u.a. folgende wichtige Fragestellungen:

  • Welche Unternehmen und Branchen sind betroffen? Wie wirkt sich der Handel auf sie aus?
  • Wie ist der aktuelle Diskussionsstand (rechtliche und politische Rahmenbedingungen, Sanktionsmechanismen, etc.)?
  • Wer sind die Markt- und Handelsakteure?
  • Wie ist als Marktteilnehmer zu reagieren?
  • Wann sollten welche Investitionen getätigt werden?
  • Wie groß werden Angebot und Nachfrage (Preisentwicklung)?
  • Lassen sich innovative Erzeugungsanlagen durch den Handel wirtschaftlichbetreiben?
  • Wie läuft Emissionshandel praktisch ab?
  • Welche Bedeutung hat ein Risikomanagement?
  • Wer hat bereits Erfahrungen im Emissionshandel gesammelt (Projekte)?
  • Wie lässt sich ggf. ein neues Geschäftsfeld aufbauen?
  • Welche Chancen ergeben sich daraus?

Die Ergebnisse der trend:research Voruntersuchungen zeigen, dass dem Thema Emissionshandel eine große Bedeutung beigemessen wird: So beschäftigen sich die Befragten durch Fachliteratur (61 Prozent), über Verbände (18 Prozent), durch Teilnahme an Konferenzen (30 Prozent) und durch Projekte (12 Prozent aktiv, 27 Prozent passiv) mit dem Thema. Als Problem wird aber noch fehlende Akzeptanz innerhalb des Unternehmens beschrieben. Deshalb befasst sich ein Großteil (45 Prozent) nur oberflächlich mit dem Emissionshandel. Chancen werden aufgrund dieses Wissensstandes vor allem bei Unternehmen mit modernen Anlagen gesehen (49 Prozent), als Risiken wurde der Konflikt mit der freiwilligen Selbstkontrolle und uneinheitliche Richtlinien zwischen den Staaten (jeweils 15 Prozent) angesehen. Einen positiven Effekt für die Umwelt zweifeln 21 Prozent der Befragten in diesem Zusammenhang an.

Auf die Frage nach einer geeigneten Methode zum Erreichen der Klimaziele wird deutlich, dass der Konflikt zwischen einer Freiwilligen Regelung und einer gesetzlich festgelegten noch großen Diskussionsbedarf aufwirft: 48 Prozent bevorzugen eine staatloche Kontrolle, 45 Prozent sind für eine freiwillige Selbstkontrolle und 6 Prozent der Befragten zeigen sich noch unentschlossen.

Trotzdem sehen über die Hälfte der Befragten eine größere Chance für Früheinsteiger, um rechtzeitig Erfahrungen zu sammeln (30 Prozent), um die Rahmenbedingungen mit beeinflussen zu können (18 Prozent) und um Potenzial für das eigene Unternehmen zu analysieren.

Die Studie hilft sich auf den Markt auch schon im Vorfeld vorzubereiten und aus den Erfahrungen der vorgestellten Projekte, Meinungen und Szenarien eine eigene Strategie zu entwickeln.

Ziele und Nutzen

Die vorliegende Studie setzt sich mit den relevanten Fragestellungen im Zusammenhang mit Emissionshandel auseinander.

Auf Basis einer Darstellung des aktuellen Diskussionsstandes auf internationaler und nationaler Ebene und einer praktischen Umsetzung des Emissionshandels in und zwischen national und international aktiven Unternehmen werden drei Szenarien abgeleitet, die einen Einblick in verschiedene Entwicklungsoptionen für den Emissionshandel erlauben. Diese geben Aufschluss darüber, unter welchen Umständen, in welcher Form und warum die Entwicklungen im Emissionshandel erfolgen und realistisch erscheinen. Dadurch kann eine eigene Erzeugungs-/Investitions-Strategie abgeleitet werden, die es bereits heute erlaubt, sich auf die Bedingungen eines Emissionshandels einzustellen, aktiv Potenziale und Chancen zu nutzen und sich frühzeitig zu positionieren. Ebenso werden Banken, Versicherungen, Verbände und Organisationen durch die Studie bei der Erschließung neuer Aktionsfelder unterstützt.

Damit erlaubt die Studie, sich schon heute auf den zukünftigen Emissionshandel (ab 2005) einzustellen, Investitionsentscheidungen zu überdenken und eine organisatorische Verankerung vorzunehmen (einschließlich Kompetenzaufbau der Mitarbeiter). Die Ermittlung der Trends sowie Chancen und Risiken hilft dabei, das Potenzial des Emissionshandels richtig einzuschätzen, Ansatzpunkte für Aktivitäten zu erhalten und Gefahren einzudämmen.

Methodik

trend:research setzt verschiedene Field- und Desk-Research-Methoden ein. Neben umfangreichen Intra- und Internet-Datenbank-Analysen (inkl. Zeitschriften, Publikationen, Konferenzen, Geschäftsberichte usw.) fließen für die Trendstudie ca. 100 strukturierte Interviews mit folgenden Zielgruppen ein:

  • Energieversorgungsunternehmen
  • ausgewählte Industrie- und Gewerbeunternehmen
  • Banken/Finanzdienstleister
  • Verbände und sonstige Organisationen aus Industrie, Gewerbe und Umwelt
  • Parteien
  • Universitäten und Forschungseinrichtungen
  • Dienstleister und Berater

Die dargestellten Anwendungen und Märkte und deren Entwicklungen werden mit Hilfe der o.g. Interviews und Expertengespräche erhoben. Die Auswertung der Anforderungen und Erwartungen führt zu abgesicherten Aussagen über Markt, Trends und Wettbewerb sowie Strategien im Emissionshandel (z.B. Erzeugung, Investitionen, Image).

Mit Hilfe einer multivariaten Trend-Impact-Analyse™ werden diese Daten und Informationen quantifiziert und in einer wissensbasierten Datenbank konzentriert. Daraus werden u.a. Szenarien gebildet und entsprechende Prognosen generiert.

Auf dieser Grundlage werden Fakten dargestellt, Grundannahmen präsentiert und Prognosen abgegeben, die nachvollziehbar sind und es innerhalb von Szenarien jedem Versorgungs-, Industrie- und Gewerbeunternehmen und Sonstigen erlauben, selbst individuelle Einschätzungen einfließen zu lassen und ein eigenes Szenario hieraus abzuleiten, auf dessen Basis eine weitere strategische Ausrichtung erfolgt.

Zielgruppe

Die Trendstudie hilft Energieversorgern sowie Industrie- und Gewerbeunternehmen, aber auch Finanzinstituten, Verbänden und Organisationen, zukünftige Potenziale im Emissionshandel einzuschätzen und das eigene Angebot bzw. die eigenen Maßnahmen vor diesem Hintergrund im Zuge einer Erweiterung der Marktposition bzw. des Aktivitätenkataloges (z.B. Kauf von Emissionsrechten durch Umweltschutzverbände) auf- und auszubauen. Der Nutzen ergibt sich für Vorstände, Geschäftsführung, Strategie-, Unternehmens- und Konzernplanung sowie für Handel, Marketing und Vertrieb.

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