Der Markt für nachwachsende Rohstoffe bis 2020

Konkurrenz um Anbauflächen, Preise und Wettbewerb

Studiennummer: 10-1319 Studienbereich:Regenerative EnergienEnergetische VerwertungStudienart: PotenzialstudieSeitenzahl:940 SeitenErscheinungsdatum:August 2007Preis: 3.900,00 €
Broschüre:
 
Einführung

Die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse sind in den letzen Monaten erheblich gestiegen. So hat sich der Preis für Weizen seit April 2007 um 70 Prozent erhöht. Von Teilen der Öffentlichkeit wird der verstärkte Anbau von nachwachsenden Rohstoffen für diese Entwicklung verantwortlich gemacht. Laut Expertenaussagen ist der Einfluss des Energie- und Industriepflanzenanbaus aber nur gering und die Preissteigerungen sind in erster Linie auf die wochenlange Trockenheit in Deutschland und die steigende Nachfrage auf dem Weltmarkt zurückzuführen.

Nationale und internationale Klimaschutzziele machen eine stärkere Nutzung und damit einen steigenden Anbau nachwachsender Rohstoffe notwendig. Die nachwachsenden Rohstoffe werden benötigt, um den Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung voranzubringen und die vorgeschriebenen Quoten der Biokraftstoffherstellung zu erfüllen. Diese Ziele werden aber durch steigende Preise für Nahrungsmittel, die auch die Preise für nachwachsende Rohstoffe in die Höhe ziehen, gefährdet, da die Wirtschaftlichkeit vieler Biogas- und Biokraftstoffanlagen nicht mehr gegeben ist.

Die Studie prognostiziert, unter der Berücksichtigung aller angebauten Stoffe und einer Nahrungsmittelproduktion, die die Versorgungssicherheit aufrecht erhält, die Potenziale für nachwachsende Rohstoffe bis 2020. Diese werden auf der Basis der zur Verfügung stehenden Flächen bestimmt, wobei neben der benötigten Anbaufläche für Nahrungsmittel auch die Konkurrenz zwischen der energetischen und stofflichen Nutzung betrachtet wird.

Auf der Grundlage von 101 Experteninterviews beantwortet die Studie „Der Markt für nachwachsende Rohstoffe bis 2020“ u.a. folgende Fragestellungen, die beim Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen zu stellen sind:

  • Wie sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen beim Anbau und bei der Verwertung nachwachsender Rohstoffe gestaltet und wie werden sich diese entwickeln?
  • Welchen Einfluss hat insbesondere die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes?
  • Wie ist der Status quo bei der Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen? Reicht die Anbaufläche in Deutschland, um den zukünftigen Bedarf zu decken? Bieten Importe die Chance, eine mögliche Lücke zu schließen?
  • Welche Nutzungsalternativen werden ausgeweitet?
  • Welche nachwachsenden Rohstoffe können in ausreichenden Mengen angebaut werden und bei welchen Stoffen ist mit Engpässen zu rechnen?
  • Welche Faktoren bestimmen die zukünftige Preisentwicklung?
  • Wie entwickeln sich die Preise und Mengen für die einzelnen Stoffe?
  • Wie entwickelt sich der Wettbewerb um nachwachsende Rohstoffe?
  • Welche Chancen und Risiken ergeben sich für Betreiber von Bioenergieanlagen undstoffliche Nutzer?
  • Welche Strategien eignen sich für die verschiedenen Marktteilnehmer?
Ziele und Nutzen

Ausgehend vom Status quo in Deutschland analysiert die Studie die zukünftigen Entwicklungen beim Anbau und bei der Verwertung nachwachsender Rohstoffe. Neben einer quantitativen Analyse der Entwicklung von Anbau, Verwertungswegen und Marktvolumen wird über eine qualitative Darstellung (bspw. Wettbewerbsintensität, Bewertung von Handlungsoptionen) der zukünftige Markt bis 2020 abgebildet. Strategieempfehlungen, abgeleitet aus der Praxis, ermöglichen es, die eigene Positionierung zu überprüfen und ggf. neue Strategien daraus abzuleiten.

Methodik

trend:research setzt verschiedene Field- und Desk-Research-Methoden ein. Neben umfangreichen Intra- und Internet-Datenbank-Analysen (inkl. Zeitschriften, Publikationen, Konferenzen, Geschäftsberichte usw.) fließen für die Potenzialstudie 101 strukturierte Interviews mit folgenden Zielgruppen ein:

  • Landwirtschaftliche Unternehmen
    • Energiewirte
    • Agrargenossenschaften
    • Maschinenringe
    • Saatguthersteller
  • Forstämter
  • Bioenergieanlagenbetreiber
  • Biokraftstoffherstellern
  • Energieversorgungsunternehmen
  • Stoffliche Verwerter
    • Holzwirtschaft
    • Papierindustrie
    • Biokunststoffhersteller
    • Industrieunternehme
  • Verbände und Institute
Zielgruppe

Die Potenzialstudie hilft landwirtschaftlichen Unternehmen, Bioenergie-Anlagenbetreibern und sonstigen Verwertern nachwachsender Rohstoffe, das Risiko zukünftiger Engpässe und steigender Preise auf der Grundlage einer soliden Befragungsbasis besser einzuschätzen und die eigenen Investitionsentscheidungen bzw. die eigene Kapazitätsplanung den zukünftigen Entwicklungen anzupassen. Der Nutzen ergibt sich sowohl für Vorstände und Geschäftsführung als auch für Strategie-, Unternehmens- und Konzernplanung.

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