Der Markt für die Mitverbrennung alternativer Brennstoffe in Zementwerken und Kohlekraftwerken in Europa bis 2020

Marktentwicklungen, Trends, Chancen und Risiken

Studiennummer: 15-1379 Studienbereich:Energetische VerwertungStudienart: PotenzialstudieSeitenzahl:922 SeitenErscheinungsdatum:Januar 2013Preis: 6.500,00 €
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Einführung

Die Mitverbrennung alternativer Brennstoffe in Zementwerken und Kohlekraftwerken gewinnt zunehmend an Relevanz. Wenn sie auch in Deutschland, den Niederlanden und Österreich eine verglichen mit der Monoverbrennung von Abfällen geringe Rolle spielt, so liegt der Anteil bei Zementwerken hier schon bei über 60 Prozent bzw. hatte in den Niederlanden schon fast die 100-Prozent-Marke erreicht. Der Anteil steigt weiter v. a. aus wirtschaftlichen Gründen aufgrund steigender Kosten für fossile Brennstoffe und für den Klimaschutz (z. B. Emissionszertifikate, nationale Steuern).

Als alternative Brennstoffe kommen in Kohlekraftwerken und Zementwerken diverse abfallstämmige Materialien zum Einsatz: Altholz, Altreifen, Altöle, (aufbereitete) Industrie-, Gewerbe- und Siedlungsabfälle, Klärschlämme u. a. hohe Verbrennungstemperaturen bei der Zementproduktion lassen sie in vielen Ländern auch geeignet erscheinen für die Mitverbrennung bestimmter gefährlicher Abfälle. Begrenzt wird die Verwendung alternativer Brennstoffe vor allem durch die Anlagentechnik, auf die die Eigenschaften der mitverbrannten Materialien abgestimmt sein müssen.

Über die Industrieemissionsrichtlinie der EU werden erhöhte Anforderungen an die Rauchgasreinigungstechnik gestellt. Die Umsetzung in den Mitgliedsländern ist auch gerade unter Mitverbrennungsgesichtspunkten relevant und führt u. a zur Anhebung der Staub-, Stickoxid- und Quecksilbergrenzwerte.

Einige Staaten, die nicht zu den EU-Mitgliedsländern gehören, wie beispielsweise die im Rahmen der Studie betrachten Länder Russland, Türkei und Ukraine, bauen langsam eine Abfallwirtschaft auf. In den meisten der untersuchten Länder gibt es zudem (noch) keine Infrastruktur zur qualitativ hochwertigen Aufbereitung von mittel- und hochkalorischen Ersatzbrennstoffen.

Die Studie richtet den Fokus auf die Betrachtung folgender Aspekte der Mitverbrennung:

  • Kapazitäten zur Mitverbrennung
  • Eingesetzte Stoffströme und deren Qualitäten
  • Infrastruktur zur Aufbereitung von Siedlungs- und Gewerbeabfällen
  • Anlagentechnik in Zementwerken und Kohlekraftwerken, die alternative Brennstoffe mit verbrennen

Die Potenzialstudie analysiert die Marktentwicklungen in den mit der Mitverbrennung verbundenen Branchen (Abfallwirtschaft, Energiemarkt, Zementindustrie) in ausgewählten europäischen Ländern bis 2020. Zudem stellt sie dar, welche Chancen und Risiken sich für Akteure auf dem Markt ergeben können. Vor diesem Hintergrund werden u. a. folgende Fragestellungen beantwortet:

  • Welche Rahmenbedingungen gelten in den betrachteten Ländern?
  • Wie wird sich das Verhältnis von stofflicher Verwertung, energetischer Verwertung und Deponierung in den betrachteten Ländern entwickeln? Welche Rolle wird dabei die Mitverbrennung spielen?
  • Wie wird sich das Marktvolumen für die Mitverbrennung von alternativen Brennstoffen bis 2020 entwickeln?
  • Wie sehen die Wettbewerbsstrukturen aus?
  • Welche Strategien eignen sich für einen erfolgreichen Markteintritt?
Ziele und Nutzen

Im Rahmen der Studie wird u. a. der Status quo der Mitverbrennung alternativer Brennstoffe in Zement- und Kohlekraftwerken in den betrachteten Ländern detailliert und transparent dargestellt. Des Weiteren werden die in den verschiedenen Staaten genutzten Technologien aufgezeigt. Auf der Basis einer umfangreichen Befragung und transparenter Analyse der erwarteten Entwicklungen im Markt werden Marktszenarien entwickelt, die strategische und operative Entscheidungen unterstützen. Ebenso werden die rechtlichen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dargestellt. Darüber hinaus liefert diese Studie Strategieoptionen, Chancen und Risiken sowie Trends aus dem Markt der Mitverbrennung alternativer Brennstoffe.

Methodik

trend:research setzt verschiedene Field- und Desk-Research Methoden ein. Neben umfangreichen Intra- und Internet-Datenbank-Analysen (inkl. Zeitschriften, Publikationen, Konferenzen, Geschäftsberichten, usw.) sind im Rahmen der Potenzialstudie 59 strukturierte Interviews in den meisten der betrachteten Ländern mit folgenden Zielgruppen eingeflossen:

  • Betreiber von Zementwerken und Kohlekraftwerken
  • Betreiber von Abfallaufbereitungsanlagen
  • Experten von Verbänden, aus Wissenschaft und Verwaltung

Die Studie basiert auf Marktrecherchen, Befragungen sowie persönlichen Kontakten mit Experten aus der Energie-, Zement- und Entsorgungswirtschaft.

Zielgruppe

Mit Hilfe dieser Potenzialstudie können sich Anlagenbauer aus den Bereichen der Umwelt- und Entsorgungstechnik einen Überblick darüber verschaffen, welche Marktpotenziale es auf diesen verschiedenen europäischen Märkten (einschließlich der Türkei) gibt. Auch Entscheidungen über Investitionen bzw. den Eintritt in den internationalen Markt können anhand dieser Studie abgeschätzt werden. Anlagenbauer und Betreiber von Zement- und Kohlekraftwerken sowie von Aufbereitungsanlagen erhalten fundierte Informationen zum Stand der Technik, Rahmenbedingungen und Neuentwicklungen. Der Nutzen ergibt sich für Geschäftsführung, Strategie-, Unternehmens- und Konzernplanung sowie für Marketing und Vertrieb. Des Weiteren können Interessenverbände diese Studie als Empfehlungsgrundlage für Ihre Mitglieder verwenden.

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