Netznutzungsentgelte Strom/Gas (geplant)

Kalkulation und Abrechnung, Stellhebel, Entwicklung

Studiennummer: 15-0245 Studienbereich:NetzeStudienart: PotenzialstudieSeitenzahl:ca. 500 SeitenErscheinungsdatum:- Geplant -Preis: 4.100,00 €
Broschüre:
 
Einführung

Die Höhe der Netzentgelte beeinflusst maßgeblich die Erlöse der Netzbetreiber, die Höhe der Strompreise und damit auch die Margen der Energievertriebe. Allein durch die Befreiung energieintensiver Industrien entfallen Einnahmen von etwa 440 Mio. Euro in 2012 in Deutschland (Quelle: VDI, 2012).

Rund ein Fünftel des Strompreises entfällt auf Netznutzungsentgelte für Strom und Gas. Über die Höhe und Berechnung der Netzentgelte ergingen in den letzten Jahren mehrere Urteile: So erklärte der Bundesgerichtshof im Juni 2011 die Deckelung der Entgelte in der Regulierungsperiode 2009 bis 2013 für ungültig, worauf Energieversorger (bspw. EnBW AG, EWE AG etc.) ihre Netzentgelte anhoben. Weiterhin urteilte das Oberlandesgericht Düsseldorf im Juni 2012 nach einer Klage von 300 Netzbetreibern, dass die Berechnungsmethode der Bundesnetzagentur für die Netzentgelte nachteilig für die Netzbetreiber sei, da diese die Produktivitätsfortschritte beim Netzausbau zu hoch und die Lohnsteigerungen zu niedrig ansetzte. Eine Neuberechnung der Netzentgelte wirkt sich folglich auf den Strompreis aus.

Zusätzlich entstehende Kosten durch den Ausbau und die Integration von Erneuerbaren Energien fließen ebenfalls in die Netzentgelte und damit auch in die Kalkulation der Endkundenpreise Strom/Gas ein. Bereits jetzt besteht im Osten Deutschlands ein Strukturnachteil durch den Ausbau Erneuerbarer Energien und die Versorgung ländlicher Regionen.

Die zunehmende Anzahl von Lieferanten und Lieferantenwechseln im Netzgebiet erhöht den Aufwand der Netzentgeltabrechnung bei Netzbetreibern. Die Vorschriften für den Lieferantenwechsel sind zuletzt durch Änderungsfestlegungen der Bundesnetzagentur (BNetzA) zu GPKE und GeLi Gas verschärft worden (u. a. Verkürzung der Lieferantenwechselfrist auf drei Wochen).

Vor diesem Hintergrund besteht die zentrale Herausforderung für Netzbetreiber in der Optimierung der Prozesse in der Netzentgeltabrechnung sowie der Identifikation von Stellhebeln bei der Kalkulation der Netzentgelte. Diesem Thema widmet sich die Studie „Netzentgelte Strom/Gas: Kalkulation und Abrechnung, Stellhebel, Entwicklung“ auf Basis einer umfangreichen Expertenbefragung sowie zusätzlicher Desk Research und beantwortet u. a. folgende Fragestellungen:

  • Welche Faktoren beeinflussen die Kalkulation und Entwicklung der Netzentgelte?
  • Welche Stellhebel stehen Netzbetreibern bei der Kalkulation der Netzentgelte zur Verfügung?
  • Welche nutzen diese bereits?
  • Wie unterscheiden sich die Netzentgelte im deutschlandweiten Vergleich und wie sind diese Schwankungen begründet?
  • Welche Handlungs- und Optimierungspotenziale lassen sich in der Netznutzungsentgeltkalkulation und –abrechnung realisieren?
  • Welche Entwicklung zeichnet sich bei den Netzentgelten bis 2020 ab?
Ziele und Nutzen

Diese Potenzialstudie liefert wesentliche Antworten auf Fragen, die im Zusammenhang mit der Kalkulation und Abrechnung von Netznutzungsentgelten zu stellen sind. Basierend auf der Darstellung aktueller Rahmenbedingungen erfolgt die Beschreibung der Umsetzung der Netzentgeltkalkulation- und –abrechnung in Netzbetrieben. Im Anschluss werden Einflussfaktoren auf die Netzentgeltkalkulation dargestellt sowie Stellhebel aufgezeigt, die von Netzbetreibern genutzt werden. Dadurch besteht für Unternehmen die Möglichkeit, die eigenen Prozessabläufe mit denen anderer Netzbetreiber zu vergleichen und Prozessoptimierungspotenziale zu identifizieren.

Methodik

trend:research setzt verschiedene Field und Desk Research Methoden ein. Neben umfangreichen Intra- und Internet-Datenbank-Analysen (inkl. Zeitschriften, Publikationen, Konferenzen, Geschäftsberichte usw.) fließen in die Potenzialstudie ca. 80 strukturierte Interviews mit folgenden Zielgruppen ein:

  • Netzbetreiber
  • Netzgesellschaften
  • Stadtwerke
  • Energievertriebe
  • Weitere Experten, Behörden und Institutionen
Zielgruppe

Die Potenzialstudie richtet sich an Netzbetreiber, Energieversorger/Stadtwerke, Vertriebsgesellschaften sowie weitere Energiedienstleister und hilft diesen Unternehmen, über die Kenntnis wesentlicher Geschäftsprozesse, Umsetzungspraktiken und Stellhebel in der Netzentgeltkalkulation die eigenen Prozessabläufe auf den Prüfstand zu stellen.

Der Nutzen ergibt sich v. a. für Vorstände, Geschäftsführung sowie für die einzelnen Fachabteilungen wie Netzbetrieb, Regulierungsmanagement, Messstellenbetrieb, Produktentwicklung, Energievertrieb.