Entsorgung gefährlicher Abfälle in Deutschland bis 2020 (geplant)
Rahmenbedingungen, Potenziale und zukünftige Entwicklungen, Trends, Chancen, Risiken
Broschüre:

Deutschland gehört zu den weltweit führenden Ländern hinsichtlich der Technologien und Kompetenz im Umgang mit Gefährlichen Abfällen. Der Umsatz für diese Teilbranche betrug 2009 ca. 5,5 Mrd. EUR (bezogen auf den Umsatz der Recycling- und Entsorgungsbranche insgesamt sind das 10 bis 15 Prozent).
Das Aufkommen der gefährlichen Siedlungsabfälle sowie der gefährlichen Bau- und Abbruchabfälle zeigt in Deutschland eine abnehmende Tendenz. Bei den gefährlichen Abfällen aus Produktion und Gewerbe sowie aus Abfallbehandlungsanlagen kann hingegen eine zunehmende Tendenz verzeichnet werden.
Das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW/AbfG) gibt vor, dass Abfälle so zu entsorgen sind, dass dabei Gefahren für Mensch und Umwelt dauerhaft minimiert werden. Um die enthaltenen gefährlichen Stoffe zu zerstören, abzutrennen oder zu immobilisieren, sind besondere Maßgaben bei der Behandlung erforderlich. Gefährliche Abfälle sollten mit der bestmöglichen Technik und unter höchsten Umweltschutzauflagen behandelt werden. Da Deutschland beides garantieren kann, ist anzunehmen, dass zukünftig verstärkt Gefährliche Abfälle aus Ländern, die den Vorgaben zur Verwertung und Beseitigung Gefährlicher Abfälle nicht entsprechen können (z. B. Osteuropa) importiert werden.
Die Aufbereitung von Gefährlichen Abfällen zur Verwertung geschieht aktuell vor allem bei kontaminierten Bau- und Abbruchabfällen sowie Böden. Bei Kenntnissen einer richtigen Behandlung sind jedoch auch in weiteren Abfallgruppen viele Stoffe nicht nur gefährliche Abfälle, sondern höchst interessante Rohstoffquellen (Sekundärrohstoffe). Dabei spielen vor allem auch die Kosten, die durch die Anwendung der Verfahren entstehen, eine entscheidende Rolle. In Abhängigkeit von der Preissituation für die Beseitigung und der Entwicklung neuer, wirtschaftlicher Verwertungsverfahren existieren Verwertungspotenziale, die ausgeschöpft werden können.
Vor diesem Hintergrund untersucht die Potenzialstudie „Entsorgung Gefährlicher Abfälle in Deutschland bis 2020“ u. a. folgende Fragen:
- Wie entwickeln sich die Rahmenbedingungen für die Abfall- und Entsorgungsbranche hinsichtlich des Umgangs mit Gefährlichen Abfällen?
- Wie groß ist gegenwärtig das Aufkommen Gefährlicher Abfälle und wie sieht die Entwicklung in Deutschland bis 2020 aus?
- Welche Verfahren und Technologien sind aktuell und in Zukunft für die Entsorgung von Gefährlichen Abfällen relevant?
- Wie wird sich das Marktvolumen bis 2012, 2015 und 2020 entwickeln?
- Welche Trends, Chancen und Risiken bieten sich?
- Welche Strategien verfolgen die Marktteilnehmer, um in den veränderten Wettbewerbsbedingungen zu bestehen?
- Welche Rolle spielt Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern bei der Entsorgung von Gefährlichen Abfällen (Technologievorsprung und Importpotenzial)?
trend:research setzt verschiedene Field- und Desk-Research Methoden ein. Neben umfangreichen Intra- und Internet-Datenbank-Analysen (inkl. Zeitschriften, Publikationen, Konferenzen, Geschäftsberichten, usw.) fließen für die Potenzialstudie ca. 70 strukturierte Interviews mit folgenden Zielgruppen ein:
- Entsorgungsunternehmen
- Anlagenbetreiber
- Unternehmen Ausgewählter Branchen, in denen Gefährliche Abfälle anfallen
- Anlagenbauer und -planer
- Komponentenhersteller
- Berater, Verbände, Ministerien und weitere Experten